Förderung
Ins Leben gerufen wurde das Technologieprogramm IT2Green, um einem zu erwartenden steigenden Stromverbrauch von IKT zu begegnen, der eintritt, weil immer mehr Menschen Computer, Mobiltelefone, internetbasierte Dienste und hochauflösendes Video sowie TV intensiv nutzen.
Untersuchungen zeigen, dass sich netzbasierte Dienste und IKT-Infrastrukturen zu einem Strom-Großverbraucher entwickeln. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Auftrag gegebene Studie zur "Abschätzung des Energiebedarfs der weiteren Entwicklung der Informationsgesellschaft" (Fraunhofer) hat bereits im Jahr 2009 ergeben, dass auf IKT mehr als zehn Prozent des deutschen Strombedarfs entfallen.
Im daraufhin ausgeschriebenen Förderwettbewerb wurden insgesamt zehn Vorhaben ausgewählt, die energieeffiziente Lösungen in den drei Bereichen "Telekommunikationsnetze", "Rechenzentren und Clouds" sowie "Monitoring und Management" entwickeln. Der Schwerpunkt liegt auf Anwendungen in der mittelständischen Wirtschaft, in der öffentlichen Verwaltung und im Bereich Wohnen.
Der Bereich "Telekommunikationsnetze" umfasst die Vorhaben ComGreen, IntelliSpektrum und DESI. Ziel dieser Projekte ist ein Maximum an Energieeffizienz in Funk- und Festnetzen, das durch besseres Steuern der Aktivitäten und Lasten erreicht werden soll.
Im Themenkomplex "Rechenzentren und Clouds" bringen die Projekte MIGRATE!, GreenPAD, GGC-Lab und AC4DC über das Datenmanagement und eine intelligente Verteilung von Informationslasten die Energieeffizienz von Rechenzentren voran. Dabei sollen auch Cloud-Computing-Technologien zum Einsatz kommen.
Im Bereich "Monitoring und Management" schließlich entwickeln und erproben die Vorhaben pinta, GreenIT Cockpit und Adaptive Sense neue Mess- und Regelverfahren, mit deren Hilfe Informations- und Kommunikationstechnologien energieeffizienter ausgerichtet werden können.
Die integrierte Begleitforschung soll einen Beitrag zur Qualitätssicherung, erfolgreichen Umsetzung und zum effektiven und nachhaltigen Wissenstransfer leisten.
Im Rahmen von IT2Green investieren Industrie und Politik insgesamt 60 Millionen Euro in Forschungsprojekte sowie Begleitforschung. Davon steuert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bis zu 30 Millionen Euro bei.
Mit dem Programm IT2Green setzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie seine Maßnahmen zur ökonomisch und ökologisch verträglichen Gestaltung wichtiger Infrastrukturbereiche - darunter die Programme E-Energy, Next Generation Media und IKT Innovativ - fort. Die Fördermaßnahme ist Bestandteil des auf dem IT-Gipfel im November 2008 beschlossenen Aktionsplans "Green IT-Pionier Deutschland". Sie ist ein weiterer Schritt, um das Thema Green IT in Deutschland zu etablieren und damit zukunftsfähig auszurichten. Mit IT2Green wird nicht nur die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ausgebaut, sondern auch ein maßgeblicher Beitrag zur Lösung des Energie- und Klimaproblems geleistet.

